Wissenswertes · Spirituosen
Wodka: Mehr als nur ein „Wässerchen“
Klar, rein, unaufgeregt – und trotzdem steckt in Wodka eine Menge Geschichte. Hier erfährst du, woher er kommt, wie er gemacht wird und woran du einen guten erkennst.
Woher kommt Wodka?
Seine Wurzeln liegen in Osteuropa, vor allem in Polen und Russland. Der Name ist eine Verkleinerungsform des slawischen „woda“ (Wasser). Wodka heißt also wörtlich „Wässerchen“. Ganz schön bescheiden für mindestens 37,5 Prozent.
Schriftlich taucht das Wort „wódka“ zum ersten Mal 1405 auf, in Gerichtsakten aus Sandomierz in Polen. Damals meinte man damit allerdings auch Arzneien und Reinigungsmittel für Kosmetik. Überhaupt wurden Spirituosen anfangs vor allem als Medizin genutzt. In kyrillischer Schrift erscheint das Wort 1533, als Heilgetränk, das aus Polen nach Russland kam. Später verbreitete sich Wodka über Europa bis in die USA, vor allem als Basis für Cocktails.
So wird Wodka gemacht
- Rohstoff: je nach Region Roggen, Weizen, Kartoffeln oder Trauben.
- Gärung: Hefe verwandelt Zucker in Alkohol.
- Destillation: mehrfach, für möglichst viel Reinheit.
- Filtration: meist durch Aktivkohle. Manche Premium-Hersteller filtern nach eigenen Angaben sogar mit Diamantstaub, zum Beispiel Three Sixty Vodka.
- Trinkstärke: Zum Schluss wird er verdünnt. In der EU muss Wodka mindestens 37,5 % vol haben.
Woran erkennst du guten Wodka?
Guter Wodka ist frei von Verunreinigungen und schmeckt angenehm weich. Je nach Rohstoff und Herstellung dürfen feine Aromen durchscheinen. Neutral heißt eben nicht langweilig.
Wodka im Cocktail
Gerade weil er sich nicht in den Vordergrund drängt, ist Wodka an der Bar so beliebt. Drei Klassiker:
- Moscow Mule: Wodka, Ginger Beer, Limettensaft
- Cosmopolitan: Wodka, Triple Sec, Cranberrysaft, Limette
- Vodka Martini: Wodka, trockener Wermut, Olive
Gut zu wissen
- Nicht nur pur: Wodka gibt es auch mit Zitrone, Vanille oder Chili.
- Früher vielseitiger: „wódka“ stand einst auch für Arzneien und Kosmetik-Reiniger. Wir bleiben lieber beim Cocktail.
- Der „Wodka-Gürtel“: So heißen die Länder mit besonders starker Wodka-Tradition, darunter Polen, Russland, die Ukraine, Belarus, Finnland, Schweden, Norwegen, Island, Estland, Lettland und Litauen.
Unser Fazit
Wodka wirkt unscheinbar, hat es aber faustdick hinter dem Etikett. Ob pur oder im Cocktail – ein Klassiker, der nicht aus der Mode kommt.